Namibia – die leise Seite Afrikas.

NAMIBIA

Namibia ist anders. Vielleicht merkt man es nicht am ersten Tag. Aber irgendwann unterwegs. Wenn die Strasse wieder einmal schnurgerade bis zum Horizont führt, wenn plötzlich seit einer halben Stunde kein anderes Auto mehr entgegengekommen ist oder wenn wir irgendwo stehen, den Motor abstellen – und erst dann merken, wie still es eigentlich ist.

Auf dieser Reise werden wir viel sehen. Die roten Dünen der Kalahari. Sossusvlei und Deadvlei. Den Atlantik bei Swakopmund. Die Felsgravuren von Twyfelfontein. Mit etwas Glück die Wüstenelefanten im Damaraland und natürlich die Wasserlöcher und Tiere des Etosha Nationalparks.
Aber ich glaube, Namibia besteht mindestens genauso sehr aus dem, was dazwischen liegt. Aus Weite, Licht, Farben und ganz viel Platz.

Wir werden unterwegs sein, aber wir wollen nicht hetzen. Wir bleiben auch einmal stehen, weil das Licht gerade schön ist. Wir schauen einer Oryx-Antilope vielleicht länger zu als geplant. Und an einem Wasserloch im Etosha entscheiden sowieso nicht wir, wann etwas passiert. Wir warten, wir beobachten. Mal schauen… 😊. Natürlich ist unsere Reise gut vorbereitet. Aber Namibia braucht auch Platz für jene Momente, die sich nicht vorbereiten lassen. Vielleicht wird es ein Sonnenuntergang irgendwo in der Kalahari, vielleicht ein Elefant im trockenen Flussbett, vielleicht ein kleiner Gecko unter dem Sand. Oder vielleicht einfach dieser Moment, wenn wir irgendwo mitten im Nirgendwo stehen und für eine Weile niemand etwas sagt.

Was davon am Ende in Erinnerung bleibt, weiss ich nicht. Und das müssen wir heute auch noch nicht wissen. Wir haben schliesslich Zeit. Denn Afrika lässt sich nicht hetzen – und Namibia schon gar nicht.

Ich freue mich darauf, diese Reise mit Euch zu erleben.

Afrika entdecken. Mit Respekt. Mit Zeit. Mit offenen Augen.

Herzlichst

HP Dubler
Fotograf / Field Guide

Namibias Highlight

REISE-BESCHRIEB
15 Tage Namibias Highlight

TAG 1

Auf nach Namibia

Heute Abend beginnt unsere Reise. Die Koffer sind gepackt, die Kameras hoffentlich auch – und vor uns liegt ein Land, in dem wir in den nächsten Tagen ziemlich viel Platz haben werden. 😊 Noch sitzen wir allerdings in Zürich. Am Abend hebt unser Flugzeug Richtung Afrika ab. Und während unter uns langsam Europa verschwindet, dürfen wir uns schon einmal auf rote Erde, endlose Strassen und einen Himmel freuen, der in Namibia manchmal fast ein bisschen zu gross wirkt.
Morgen sind wir da.

Übernachtung: im Flugzeug

TAG 2

Erst einmal ankommen

Am Vormittag landen wir in Windhoek. Willkommen in Namibia. Wir fahren zu unserer ersten Unterkunft, dem Hotel Thule, hoch über der Stadt. Von hier oben haben wir einen wunderbaren Blick über Windhoek – und vor allem Zeit, erst einmal anzukommen. Am Nachmittag schauen wir uns Namibias Hauptstadt etwas genauer an. Windhoek ist überschaubar. Ein bisschen koloniale Geschichte, ein bisschen modernes Afrika – und dazwischen bekommen wir einen ersten Eindruck von einem Land, das in den kommenden Tagen noch ganz andere Gesichter zeigen wird.
Wir müssen heute noch keine grossen Abenteuer erleben. Die kommen früh genug. 😊
Vielleicht sitzen wir am Abend einfach auf der Terrasse, schauen über die Stadt und stossen mit einem Glas Wein auf die kommenden Tage an. Jetzt sind wir da. In Namibia.

Übernachtung: Hotel Thule – Windhoek

TAG 3

Jetzt wird der Himmel grösser

Nach einem gemütlichen Frühstück verlassen wir Windhoek. Und eigentlich beginnt für mich jetzt Namibia. Die Häuser werden weniger, die Strasse wird leerer, der Horizont rückt weiter weg. Und irgendwann ist da ganz viel Himmel. Unser Ziel ist die Kalahari.
Schon von Weitem verändert sich die Landschaft, der Sand wird rötlicher, gelbes Gras bewegt sich im Wind – und mitten in dieser Landschaft liegt unsere Lodge wie eine kleine Oase. Wir kommen an, schauen uns um und dann geht es zum ersten Mal hinaus. Auf unseren ersten Game Drive (Pirschfahrt) im offenen Safari-Fahrzeug. Vielleicht entdecken wir Oryx-Antilopen oder Springböcke. Vielleicht Strausse. Vielleicht etwas ganz anderes. Und vielleicht merken wir schon heute, dass eine Safari in Namibia anders ist. Hier spielt nicht nur das Tier die Hauptrolle. Die Landschaft fährt immer mit. Am Abend kehren wir zur Lodge zurück. Und wenn dann langsam die Sonne hinter den roten Dünen verschwindet, beginnt Namibia vielleicht schon zu zeigen, was ich mit seiner leisen Seite meine.

Übernachtung: Bagatelle Kalahari Game Lodge

TAG 4

Wer im Sand lesen kann

Heute lernen wir die Kalahari noch einmal ganz anders kennen. Nicht aus dem Safari-Fahrzeug, sondern zu Fuss. Wir sind mit einem lokalen San unterwegs. Und ich glaube, wir werden ziemlich schnell merken, dass er in dieser Landschaft Dinge sieht, an denen wir wahrscheinlich einfach vorbeigelaufen wären. Eine Spur im Sand. Eine Pflanze. Vielleicht ein kleines Zeichen, das für uns überhaupt keines ist.

Wir erfahren, wie die San diese Landschaft über Generationen gelesen haben, wie sie Nahrung und Wasser fanden und welches Wissen nötig war, um unter diesen Bedingungen zu leben. Heute geht es deshalb nicht darum, uns eine fremde Kultur vorführen zu lassen. Wir dürfen zuhören, Fragen stellen und lernen. Und vielleicht sehen wir danach die scheinbar leere Kalahari schon mit etwas anderen Augen. Am späteren Nachmittag steigen wir nochmals ins Safari-Fahrzeug. Das Licht wird wärmer, die roten Dünen beginnen zu leuchten und irgendwo zwischen Gras und Sand suchen wir wieder nach den Bewohnern dieser Landschaft. Vielleicht Nashörner, vielleicht Oryx-Antilopen, Springböcke oder Strausse. Mal schauen… 😊 Und wenn am Abend über uns langsam die Sterne erscheinen, müssen wir wahrscheinlich gar nicht mehr viel machen, ausser nach oben schauen.

Übernachtung: Bagatelle Kalahari Game Lodge

TAG 5

Jetzt wird es Namibia

Heute fahren wir an einen Ort, von dem wahrscheinlich jeder schon Bilder gesehen hat. Rote Dünen., blauer Himmel. Endlose Weite. Sossusvlei. Und vielleicht gehört genau dieser Teil der Reise zu jenen, auf die Ihr Euch schon zu Hause besonders gefreut habt. Das kann ich gut verstehen. 😊 Aber zuerst müssen wir hin. Und das ist in Namibia keineswegs verlorene Zeit. Wir fahren über Maltahöhe immer tiefer hinein in die Namib. Die Landschaft wird trockener, weiter und irgendwie immer leerer. Wobei wir inzwischen ja wissen: Leer ist Namibia eigentlich nie. Man muss nur hinschauen. Irgendwann tauchen die ersten gewaltigen Dünen auf. Und spätestens jetzt wird aus den Bildern, die wir alle kennen, langsam Wirklichkeit. Wir beziehen unsere wunderschöne Hoodia Lodge. Jetzt sind wir mittendrin. Den Rest des Tages lassen wir bewusst etwas ruhiger angehen. Denn morgen klingelt der Wecker früh, sehr früh. 😊 Aber ich glaube, morgen wird niemand lange darüber diskutieren.

Übernachtung: Hoodia – Sossusvlei

TAG 6

Endlich stehen wir selbst im Bild

Heute ist einer dieser Tage, bei denen wahrscheinlich niemand fragt, warum wir so früh aufstehen. Wir fahren hinaus, bevor die Sonne richtig über den Horizont kommt. Langsam verändert sich das Licht. Die ersten Sonnenstrahlen treffen auf die Dünen, eine Seite beginnt rot zu leuchten, während die andere noch im Schatten liegt. Und plötzlich stehen wir tatsächlich dort. Im Sossusvlei. Vielleicht besteigen wir eine der Dünen, vielleicht bleiben wir zwischendurch einfach stehen. Schauen, Fotografieren und schauen nochmals. Wir haben Zeit. Natürlich besuchen wir auch das Deadvlei. Weisser Lehmboden. Rote Dünen, blauer Himmel.und dazwischen die dunklen, abgestorbenen Kameldornbäume. Ein Bild, das wahrscheinlich jeder von uns schon einmal irgendwo gesehen hat. Aber heute stehen wir selbst darin. Und genau deshalb möchte ich diesen Tag auch gar nicht mit zu vielen Worten füllen. Wir müssen heute nichts abhaken. Und wir müssen Sossusvlei nicht erklären. Heute dürfen wir einfach dort sein. Wie lange? Mal schauen… 😊

Übernachtung: Hoodia – Sossusvlei

TAG 7

Erst von oben sieht man, wie gross Namibia wirklich ist

Die letzten beiden Tage waren wir mittendrin, heute können wir – wenn wir möchten – die Perspektive wechseln. Mit einem Kleinflugzeug geht es hinauf über die Namib. Unter uns ziehen Dünen vorbei. Linien und Formen, die vom Boden aus kaum zu erkennen sind. Farben verändern sich mit dem Licht – und irgendwo verliert sich die Landschaft am Horizont. Gestern standen wir noch zwischen diesen Dünen. Heute sehen wir plötzlich, wie klein wir darin eigentlich waren. Ich glaube, genau das macht diesen Flug so spannend. Nicht höher, nicht spektakulärer einfach eine ganz andere Sicht auf dieselbe Landschaft. Und vielleicht versteht man von hier oben noch ein bisschen besser, warum Namibia so viel mit Weite zu tun hat. Nach der Landung fahren wir weiter Richtung Norden. Und dort wartet am Abend etwas ganz anderes auf uns. Kein grosses Hotel, keine berühmte Sehenswürdigkeit, sondern ein spezielles Nachtessen auf einer Farm.
Nach all dem Sand, der Weite und den grossen Landschaften gefällt mir dieser Wechsel. Und wahrscheinlich sitzen wir später irgendwo, schauen nochmals hinauf in diesen namibischen Sternenhimmel und stellen fest: Heute war Namibia ziemlich gross. 😊

Übernachtung: Ababis Guest Farm

TAG 8

Plötzlich ist da Meer

Nach einem gemütlichen Zmorge verlassen wir Ababis und fahren Richtung Atlantik. Noch einmal begleitet uns die Namib. Sand, Weite, wenig Menschen. Und irgendwann passiert etwas Eigenartiges. Die Luft wird kühler, am Horizont verändert sich das Licht. Und plötzlich ist da: Meer. Wir erreichen Swakopmund.
Nach all den vergangenen Tagen wirkt die kleine Küstenstadt fast ein bisschen ungewohnt. Häuser, Menschen, Cafés – und vielleicht sogar eine deutsche Bäckerei. 😊 Swakopmund trägt bis heute viele Spuren seiner Geschichte. Deutsche Strassennamen, Gebäude aus der Kolonialzeit und gleichzeitig ein modernes Namibia, das längst seine eigene Geschichte schreibt. Wir nehmen uns Zeit, durch den Ort zu spazieren, vielleicht einen Kaffee zu trinken oder einfach einmal wieder aufs Meer hinauszuschauen. Und wer möchte, kann natürlich auch das Museum besuchen. Heute müssen wir nicht mehr viel. Denn manchmal gehört zu einer Reise auch einfach ein Nachmittag, an dem man ein bisschen sein darf. Und am Abend? Nach all den Tagen mitten im Land wäre eigentlich etwas ziemlich naheliegend. Fisch. 😊

Übernachtung: At the Sea – Swakopmund

TAG 9

Die kleinen Bewohner der Namib

Gestern haben wir noch über die gewaltigen Dünen geschaut. Heute schauen wir plötzlich auf ein paar Zentimeter Sand. 😊 Wir fahren hinaus in die Namib und suchen nach den Little Five. Und ich sage bewusst: Wir suchen. Denn wenn ich alleine durch diese Dünen laufen würde, käme ich vermutlich nach drei Stunden zurück und würde behaupten: „Da war nichts.“ Unsere Guides sehen das etwas anders. 😁 Eine winzige Spur im Sand. Eine kleine Unebenheit. Ein paar Körnchen, die irgendwie anders liegen. Und plötzlich holen sie dort einen Gecko, eine Eidechse oder einen anderen kleinen Wüstenbewohner hervor, wo wir wahrscheinlich nicht einmal stehen geblieben wären. Genau das macht diesen Vormittag so spannend. Wir entdecken eine Namib, die auf den ersten Blick fast leer erscheint – und bei genauerem Hinsehen voller Leben steckt. Plötzlich geht es nicht mehr darum, möglichst weit zu schauen. Sondern genau hinzuschauen. Und vielleicht ist das eine der schönsten Lektionen Namibias: Grösse hat nicht immer etwas mit Grösse zu tun. 😊
Am Nachmittag sind wir wieder zurück in Swakopmund. Der Rest gehört uns. Meer, Stadt, Kaffee, Fotos – oder einfach einmal nichts. Mal schauen…

Übernachtung: At the Sea – Swakopmund

TAG 10

Geschichten im Stein

Heute verabschieden wir uns vom Atlantik. Wir fahren via Henties Bay wieder ins Landesinnere. Die Luft wird wärmer, die Landschaft trockener – und Namibia verändert einmal mehr sein Gesicht. Vorbei am Brandberg geht es hinein ins Damaraland. Eine raue Landschaft. Stein, Sand, Berge und trockene Flussläufe. Und wieder unglaublich viel Platz. Unser Ziel ist Twyfelfontein. Hier haben Menschen vor Tausenden von Jahren Spuren hinterlassen. Nicht auf Papier und nicht in Büchern. Sondern im Stein. Nashörner, Giraffen, Elefanten, Strausse, Spuren von Menschen und Tieren – in die Felsen graviert und teilweise mehrere Tausend Jahre alt. Natürlich können wir diese Bilder anschauen. Spannender finde ich aber die Frage: Warum sind sie hier? Was wollten die Menschen damit erzählen? Welche Bedeutung hatten Tiere, Wasserstellen und Wege? Und was können uns diese Gravuren heute noch über Menschen sagen, die in dieser Landschaft lange vor uns unterwegs waren? Wir werden nicht auf alles eine Antwort bekommen. Müssen wir auch nicht. Manchmal genügt es, vor einer jahrtausendealten Gravur zu stehen und sich bewusst zu werden, dass Menschen diese Landschaft schon gelesen haben, lange bevor wir mit GPS und Google Maps hierherkamen. 😊 Am Abend fahren wir zu unserer Lodge. Und dann machen wir etwas, das wir in Namibia inzwischen ziemlich gut können: Wir schauen, wie die Sonne untergeht.

Übernachtung: Twyfelfontein Adventure Camp

TAG 11

Elefanten, wo eigentlich keine sein sollten

Heute stehen wir früh auf, ziemlich früh. 😊 Denn wir fahren hinaus ins Hinterland von Twyfelfontein und suchen nach ganz besonderen Bewohnern dieser Region: den Wüstenelefanten. Wobei „suchen“ heute wirklich suchen bedeutet. Hier gibt es kein Wasserloch, an dem wir einfach warten können. Kein Schild mit der Aufschrift «Elefanten – nächste Abzweigung rechts». 😉Wir fahren durch trockene Flussbetten und eine Landschaft, in der man sich irgendwann zwangsläufig fragt: Wovon um Himmels willen lebt hier eigentlich ein Elefant? Und genau das macht diese Tiere so faszinierend. Sie haben gelernt, mit dieser trockenen Umgebung umzugehen, grosse Distanzen zurückzulegen und dort Wasser und Nahrung zu finden, wo wir wahrscheinlich längst aufgegeben hätten. Ob wir sie finden? Ich hoffe es sehr. Aber Wüstenelefanten halten sich leider auch nicht an unser Reiseprogramm. Mal schauen… 😊 Und wenn wir sie tatsächlich entdecken, möchte ich mir Zeit nehmen. Motor aus, beobachten, nicht näher müssen, nicht mehr wollen. Einfach dort sein. Am Nachmittag kehren wir zurück und haben Zeit für diese wunderbare Landschaft. Vielleicht sitzen wir später mit einem Drink vor der Lodge. Die Berge verändern langsam ihre Farbe. Die Sonne verschwindet. Und irgendwann wird es dunkel. Dann lohnt es sich, noch einmal nach oben zu schauen. Denn Namibia ist auch nachts ziemlich gross.

Übernachtung: Twyfelfontein Adventure Camp

TAG 12

Jetzt kommt Etosha

Heute fahren wir durch das Galton Gate in den Etosha Nationalpark. Und damit beginnt noch einmal ein ganz neues Kapitel unserer Reise. Nach roten Dünen, Atlantik, Felsgravuren und Wüstenelefanten geht es jetzt wieder ganz bewusst um Tiere. Viele Tiere. 😊 Etosha funktioniert dabei ein bisschen anders als andere Safari-Gebiete. Wir fahren, wir suchen aber vor allem besuchen wir immer wieder die Wasserlöcher. Und dort machen wir etwas ausgesprochen Anspruchsvolles: Wir warten. Motor aus, Feldstecher bereit, Kamera griffbereit und dann schauen wir, wer kommt. Vielleicht zuerst ein paar Springböcke. Dann Zebras. Gnus. Giraffen. Vielleicht taucht irgendwann eine Elefantenherde auf. Vielleicht ein Nashorn. Und natürlich werden wir auch immer wieder dorthin schauen, wo ein Löwe oder Leopard auftauchen könnte. Ob er das tut? Ihr kennt die Antwort inzwischen. Mal schauen… 😊
K
urz vor Sonnenuntergang verlassen wir den Park und fahren zu unserer Unterkunft. Und wahrscheinlich haben wir bis dahin bereits verstanden: Ein Wasserloch ist eigentlich ein ziemlich gutes Theater. Man kennt zwar das Programm nicht, aber man möchte trotzdem sitzen bleiben. 😊

Übernachtung: Dolomite Resort – Etosha

TAG 13

Wer kommt als Nächstes?

Heute fahren wir weiter durch Etosha. Richtung Osten. Aber die Strecke ist eigentlich nur die grobe Richtung. Denn unterwegs liegen immer wieder Wasserlöcher – und die entscheiden ein bisschen mit, wie schnell wir vorankommen. Vielleicht ist an einem nichts los, dann fahren wir weiter. Vielleicht stehen am nächsten fünfzig Zebras, dann bleiben wir. Und vielleicht entdecken wir irgendwo in der Ferne plötzlich ein paar Autos, die alle erstaunlich konzentriert in dieselbe Richtung schauen. Dann werden wir natürlich überhaupt nicht neugierig. Wir fahren nur rein zufällig auch einmal dorthin. 😊 Vielleicht liegt dort ein Löwe. Vielleicht ein Leopard. Vielleicht auch nur ein Schakal, der gerade etwas ausgesprochen Interessantes macht. Und genau das gefällt mir an Etosha. Wir müssen nicht ständig etwas Grosses finden. Wir dürfen beobachten, warten – und uns überraschen lassen. Dazwischen verändert sich die Landschaft immer wieder. Und wieder zeigt Namibia, dass auf dieser Reise nicht nur die Tiere die Geschichte schreiben. Am Abend erreichen wir unsere nächste Unterkunft. Was wir heute alles gesehen haben? Das wissen wir erst dann. Jeder Safari-Tag schreibt seine eigene Geschichte.

Übernachtung: Etosha Oberland Lodge

TAG 14

Noch einmal: Mal schauen …

Etosha gehört zu meinen Lieblings-Nationalparks im südlichen Afrika. Nicht, weil hier immer etwas Spektakuläres passiert. Sondern weil man nie weiss, was am nächsten Wasserloch wartet. Und genau deshalb freue ich mich auf diesen letzten ganzen Tag im Park. Wir fahren los, ohne Einkaufsliste😊 Natürlich freuen wir uns auf Elefanten, Nashörner und Löwen. Vielleicht suchen wir auch ganz bewusst nach einem Tier, das uns in den vergangenen Tagen noch gefehlt hat. Aber wir werden nichts erzwingen. Vielleicht verbringen wir eine halbe Stunde an einem Wasserloch, weil gerade eine grosse Elefantenherde angekommen ist, vielleicht beobachten wir eine Giraffe, die ewig braucht, bis sie sich endlich zum Trinken hinunterbeugt.
Vielleicht stehen plötzlich hunderte Zebras und Springböcke vor uns. Oder es ist ruhig. Auch das ist Etosha. Denn manchmal passiert minutenlang fast nichts und dann verändert ein einziges Tier die ganze Szene. Genau deshalb machen wir heute noch einmal das, wofür wir auf dieser Reise inzwischen ziemlich gut trainiert sind: Zeit haben, Schauen und Warten. Und nicht nach fünf Minuten denken, dass wir schon wieder weiterfahren müssen. Denn wer weiss: Vielleicht kommt ja gerade jetzt jemand um die Ecke. 😊

Übernachtung: Etosha Oberland Lodge

TAG 15

Mehr als nur Leoparden

Heute verlassen wir Etosha und fahren Richtung Süden. Unser letztes grosses Ziel dieser Reise ist Okonjima. Und natürlich gibt es einen ziemlich guten Grund, weshalb wir hierherkommen: Leoparden. 😊 Okonjima ist bekannt für gute Möglichkeiten, diese wunderschönen Katzen zu beobachten. Und selbstverständlich werden auch wir gespannt sein, ob sich eine zeigt. Aber Okonjima ist mehr als eine letzte Safari-Station. Hier spielt auch der Schutz von Wildtieren eine wichtige Rolle. Und vielleicht ist genau das ein schöner Ort, um unsere Reise langsam ausklingen zu lassen. Denn in den vergangenen Tagen haben wir Tiere in ganz unterschiedlichen Lebensräumen erlebt. Wir haben nach Wüstenelefanten gesucht. An Wasserlöchern gewartet. Winzige Spuren im Sand verfolgt. Und vielleicht haben wir manchmal einfach nur zugeschaut. Heute geht es noch einmal hinaus. Vielleicht finden wir einen Leoparden, vielleicht eine Hyäne, vielleicht etwas ganz anderes. Mal schauen… 😊 Und wenn wir am Abend zurückkommen, dürfen wir ruhig noch einmal sitzen bleiben. Vielleicht mit einem Gin Tonic. Vor uns Namibia. Über uns dieser Himmel, den wir inzwischen ziemlich gut kennen. Und hinter uns eine Reise mit erstaunlich viel Platz.

Übernachtung: Okonjima Game Reserve

TAG 16

Bis bald, Namibia

Irgendwann müssen wir auch in Namibia die Koffer packen. Leider. 😊 Wir fahren zurück Richtung Windhoek und damit langsam dorthin, wo unsere Reise begonnen hat. Was von diesen Tagen am längsten in Erinnerung bleiben wird? Keine Ahnung. Vielleicht Sossusvlei vielleicht ein Wüstenelefant, ein Wasserloch im Etosha oder ein Gecko, den wir alleine garantiert nie gefunden hätten. 😊 Vielleicht ein Leopard in Okonjima oder vielleicht etwas ganz anderes. Eine leere Strasse, ein Sonnenuntergang, die Stille. Oder einfach dieses Gefühl, dass der Horizont in Namibia ein bisschen weiter weg ist als anderswo. Welche Erinnerungen bleiben, entscheiden nicht wir. Aber falls irgendwann jemand sagt: „Eigentlich könnten wir noch eine Woche bleiben …“Ich würde nicht widersprechen. 😊

 Afrika entdecken. Mit Respekt. Mit Zeit. Mit offenen Augen.

TAG 15

Ankunft

Am Morgen sind wir zurück in der Schweiz – mit vielen Momenten, die uns hoffentlich noch lange begleiten werden.

PREISE & LEISTUNGEN
15 Tage Namibias Highlight
bei 6 Teilnehmer/innen Fr. 6’870.– pro Person / DZ
bei 5 Teilnehmer/innen Fr. 7’650.– pro Person / DZ
bei 4 Teilnehmer/innen = Offerte nach Absprache
Einzelzimmer-Zuschlag Fr. 2’850.–

IM PREIS INBEGRIFFEN

  • 14 Übernachtungen in ausgesuchten Lodges oder feinen Hotels
  • Alle Mahlzeiten und Getränke (exkl. alkoholische Getränke)
  • Pirschfahrten
  • Sämtliche Parkeintritte & Transfers
  • Alle Trinkgelder
  • VISA-Gebühren Namibia
  • Professionelle Betreuung
  • Max. 6 Teilnehmer/innen
    … also eigentlich alles 😊

Im Preis nicht inbegriffen:

  • Internationaler Flug: Zürich-Windhoek -Zürich
  • Persönliche Auslagen
  • Reiseversicherung

Fragen / Infos

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hape (at) africa-trails.com